Liebfrauenschule Goch war für einen Nachmittag in der Marienstadt:

30 Kinder besuchten die
"Weihnachtsbäckerei"

Goch - Kevelaer - Am großen Packtisch halfen fleißige Hände, die letzten großen Aufträge vor dem Fest ein zu packen. Auf den Fensterbänken türmten sich Dutzende von Backformen vor den Augen der Kinder. Und inmitten der wohlriechenden Backstube erschall es aus 30 jungen Kehlen: "Wo ist das Rezept geblieben, von den Plätzchen, die wir lieben... in der Weihnachtsbäckerei..."
Eine Weihnachtsfeier besonderer Art erlebte nun die Grundschul-Klasse 3b der Gocher Liebfrauenschule. Auf ihrer kleinen Nachmittags-Reise in die Nachbarstadt Kevelaer empfing sie der Basilika-Organist Elmar Lehnen, um seine "riesige Orgel" zu zeigen. Unweit des Kapellenplatzes wartete das größte niederrheinische Glockenspiel auf die Eleven. Und bevor es zu Ochs´ und Esel auf den Krippenmarkt ging, lockte der Honigkuchenmann mit seinen handwarmen Backformen.

"Riesige Orgel"

"Einen Kinderchor mit Neunjährigen hat diese Backstube noch nicht erlebt", dankte Werner Goldkuhle - der Kevelaerer "Honigkuchenmann" - der "Dirigentin" Engeline Aymans und den Kindern. Die Grundschullehrerin war zusammen mit Müttern und Vätern Richtung Marienstadt gereist, um den Kindern einen adventlichen Nachmittag zu bescheren. Ob Herzchen oder Schaukelpferdchen, ob der Hase "Felix" oder das Kleeblatt - die "selbst" gebackenen, formenreichen Honigkuchen waren wohl das Leckerste, was in dieser Adventszeit zwischen den kleinen Gocher Zähnen verschwunden ist.

"Eigene Plätzchen"

Mit dem Drei-Uhr-Glockenschlag war die Gruppe durch die Kevelaerer Stadtführerin Renate Wynants-Brocks vor der Marienbasilika empfangen worden. "Ich zeige euch jetzt die größte deutsch-romantische Orgel der Welt", hatte alsdann Basilika-Organist Elmar Lehnen die Gruppe spontan in sein Musiker-Herz geschlossen. Vierzehn Meter hoch, zehn Meter tief und neun Meter breit sei das riesige Blas-Instrument. 10.000 Pfeifen habe es - auch die, mit der man das beliebte "Oh Tannenbaum" spielen könne. Sprach´s, und ließ seine geschickten Hände über die schwarzen und weißen Tasten fliegen. Mächtig beeindruckt waren Groß und Klein vom Vortrag, von der Präsentation, vom Blick in die festlich geschmückte Basilika, bevor der Organist die wenigen Schritte zum noch jungen Glockenspiel im Forum Pax-Christi unternahm.
"Die großen Glocken klingen lauter als die kleinen", verriet Lehnen den angehenden Kommunion-Kindern - und lud sie gleich zur Wallfahrt der Kommunion-Kinder ein, die am 12. Juni 2003 stattfinden wird.

Last but not least gehörten die leuchtenden Augen der Kleinen dann dem Kevelaerer Krippenmarkt. Die lebensgroße Heilige Familie im Herzen des schmucken Platzes, der riesige Stall mit dem Ochsen Klaus, dem Esel Benjamin und den Schafen davor. Und Clemens van Husen, der wie an jedem Mittag gegen fünf all´ seinen Tieren das wohl verdiente Futter gab. Vier Stunden in Kevelaer - für 30 Kinder der Liebfrauenschule Goch waren sie ein Erlebnis.

     

   

letzte Änderung: 02.04.2007