Gesamtschule   Am Lauerhaas   Wesel

Gesamtkonzept „Bewegung, Spiel und Sport

an der Gesamtschule Am Lauerhaas Wesel“

Bewegung als spezifische Aneignungsform der materialen und sozialen Umwelt besitzt wichtige Funktionen sowohl für die kindliche Entwicklung als auch für die Erfüllung des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags. Dieser Zusammenhang gewinnt vor dem Hintergrund der Veränderungen der Lebensbedingungen und des Bewegungslebens von Kindern und Jugendlichen tendenziell an Bedeutung. Im Kontext des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags ist daher die Förderung von Bewegung, Spiel und Sport nicht nur die Aufgabe des Schulfaches Sport, sondern eine Gestaltungsaufgabe für das Leben und Lernen in der Schule insgesamt.

Unsere Schule nimmt sich dieser Gestaltungsaufgabe auf vielfältige Weise an. Zwei Leitziele aus unserem Schulprogramm („Wir stellen ein schülerorientiertes Sport- und Freizeitangebot zur Verfügung.“ und „Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern zahlreiche Möglichkeiten für Bewegung innerhalb und außerhalb des Unterrichts an.“) geben unsere Zielrichtung in diesem Bereich vor.

Dieses Konzept beschreibt die konkreten Umsetzungen in unserem schulischen Alltag am Lauerhaas.

1. Bewegung im Unterricht

1.1. Sportunterricht

Für den Sportunterricht an der Gesamtschule Am Lauerhaas stehen zwei Turnhallen zur Verfügung. Diese sind bei Bedarf durch einen Trennvorhang weiter zu unterteilen, sodass maximal vier Klassen zeitgleich hier unterrichtet werden können.

Zusätzlich werden bei entsprechender Wetterlage die Außenanlagen genutzt. Diese bestehen aus jeweils einem Rasen- und Ascheplatz, einer Weit- sprunganlage, einer Kugelstoßanlage sowie einer 400m-Laufbahn.

Der Sportunterricht findet koedukativ statt. Die Stundentafel des Faches Sport weist für alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule von Klasse 5 bis zur Jahrgangsstufe Q2 drei Wochenstunden Sport aus. In den Jahrgängen 5 und 6 wird jeweils für ein Schulhalbjahr Schwimmunterricht im Umfang von zwei Wochenstunden im Heubergbad in Wesel erteilt. Die An- und Abfahrt erfolgt mit dem Schulbus in Begleitung der Fachlehrer.

In der Schwimmhalle stehen den Klassen sechs 25m-Bahnen, zwei Sprungtürme (1m und 3m), eine Rutsche und teilweise auch das Lehrschwimmbecken zur Verfügung. Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler, die bereits sicher schwimmen können, erfolgt jeweils durch eine Lehrkraft pro Klasse. Eine zusätzliche Lehrkraft steht für den Nichtschwimmerunterricht zur Verfügung. Ziel ist es, dass am Ende der Klasse 6 alle Schülerinnen und Schüler schwimmen können.

Schwerpunkte im Rahmen des Schwimmunterrichts bilden das Erlernen bzw.  Vertiefen grundlegender Schwimmtechniken, sowie die spielerische Wassergewöhnung.

1.2. Bewegungsphasen im Unterricht

Gerade in den unteren Jahrgangsstufen ist es häufig wichtig, Bewegungspausen in den Unterricht zu integrieren, um dem Bewegungsdrang der Schülerinnen und Schüler nachzukommen und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Abhängig von den Bedürfnissen der jeweiligen Lerngruppe, wird dies in unterschiedlicher Form bei der Unterrichtsgestaltung von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern berücksichtigt.

1.3  Sportförderunterricht

Der Sportförderunterricht findet im Förder-Forder-Konzept unserer Schule im Jahrgang 5 und 6 statt, jeweils einstündig. Ziel des Unterrichts ist eine ganzheitliche  Entwicklungsförderung, die über den körperlichen und motorischen Bereich hinaus, vor allem die soziale, emotionale und kognitive Entwicklungsdimension berücksichtigen soll. Besonders geachtet wird auf das Wechselspiel zwischen Ernährungs-, Stress-, Sozial- und Bewegungsverhalten der Kinder. Des Weiteren spielt die Lauf– und Koordinationsschulung eine wichtige Rolle. Die Schülerinnen und Schüler sollen dadurch an Bewegungskompetenzen und Selbstwertgefühl gewinnen.

Manche Schülerinnen und Schüler kommen mit verschiedenen Problemen und Auffälligkeiten (etwa in den Bereichen Körperwahrnehmung oder Motorik) an unsere Schule sodass für einige eine zusätzliche Bewegungsförderung sinnvoll ist.

Bei der Auswahl der Schülerinnen und Schülern für den Sportförderunterricht verwenden wir grundsätzlich keine standardisierten Tests. Meist geben diese Tests nur Auskunft über motorische Teilbereiche, etwa koordinative oder konditionelle Fähigkeiten. Dies steht im Widerspruch zu unserer ganzheitlichen Sichtweise. Insbesondere die Klassenlehrer-Teams und die Sportlehrkräfte werden um Rückmeldung und Einschätzung gebeten.

2. Gestaltung der Schule und der Schulumwelt

2.1. Bewegungsmöglichkeiten auf Hof 3

Den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 5 und 6 steht während der Pausen und der offenen Angebote ein eigener Schulhof zur Verfügung (Hof 3). Dieser bietet mit seiner großen Rasenfläche, dem Spielplatz, verschiedenen Spiel- und Klettergeräten und dem integrierten Fußballplatz viel Platz für Bewegung. Innerhalb der offenen Angebote können die Schülerinnen und Schüler zudem Sport- und Spielgeräte verschiedenster Art ausleihen. Vom Fußball über Materialien und Anleitungen für kleinere Spiele, die aus dem Sportunterricht bekannt sind, bis hin zum Waveboard ist hier vieles vorhanden. Die Organisation der Ausleihe erfolgt durch Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs.

Zudem bieten Schülerinnen und Schüler des Neigungskurses Sporthelfer mindestens einmal in der Woche die Durchführung kleiner Spiele in der großen Pause an.

 

2.2. Bewegungsmöglichkeiten auf Hof 1

Auch auf dem großen Schulhof (Hof 1) haben die Schülerinnen und Schüler während des offenen Angebotes in der Mittagszeit die Möglichkeit, sich diverse Sportgeräte, wie z.B. Basketbälle oder Tischtennissets auszuleihen, um diese auf dem dort vorhandenen Basketballcourt oder den Tischtennisplatten zu nutzen. Zusätzlich wird möglichst einmal pro Woche während des offenen Angebotes eine Slackline aufgebaut, welche dann durch die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht einer Sportlehrkraft genutzt werden kann.

Während der beiden großen Hofpausen können die Schülerinnen und Schüler einen Basketball bei der Aufsicht im FLASH ausleihen, um auf dem Hof Basketball zu spielen.

2.3. Bewegungslandschaften in der Turnhalle

Bewegungslandschaften werden sowohl im Rahmen des Sportunterrichts als auch an Aktionstagen unserer Schule, wie zum Beispiel am Tag der offenen Tür, angeboten. Hier geht es vor allem darum, den Kindern und Jugendlichen durch eine nicht normierte Nutzung von Sport- und Turngeräten die Angst im Umgang mit dem Material zu nehmen und Bewegungslust und Neugier zu fördern. Meistens sind diese Bewegungslandschaften in eine Geschichte eingebettet (z. B. „Die Reise zum Mount Everest“), um zusätzlich die Motivation der Teilnehmer zu erhöhen.

Bewegungslandschaften bieten Kindern und Jugendlichen eine gute Möglichkeit, Bewegungs- und Materialerfahrungen zu sammeln.

2.4. Bewegung im FLASH

In unserem Schüleraufenthaltsraum „FLASH“ besteht die Möglichkeit, sich in der freien Zeit zu bewegen. Zwei Kicker und zwei Billardtische stehen hier zur Verfügung. Die dazu notwendige Ausrüstung wie Bälle, Kugeln etc. kann bei der jeweiligen Aufsicht gegen Abgabe eines Pfands ausgeliehen werden. Zusätzlich können Magnetkickertische ausgeliehen werden, an denen jeweils zu zweit gespielt werden kann.

2.5. Sporthelfer

Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird der Neigungskurs „Sporthelfer“ angeboten. Die Jugendlichen bekommen hier die Möglichkeit, sich in Theorie und Praxis mit dem breiten Themenfeld des Sports auseinanderzusetzen und werden dazu befähigt, Gruppen in sportlicher Hinsicht anzuleiten und zu betreuen. Das Zertifikat „Sporthelfer“, welches die Schülerinnen und Schüler am Ende der erfolgreichen Ausbildung (Ende Jg. 9) ausgestellt bekommen, ist gleichbedeutend mit dem in Vereinen zu erwerbenden Zertifikat „Gruppenhelfer“, welches im Qualifizierungssystem Sport die erste Stufe des Übungsleiterscheins darstellt und damit Voraussetzung für den Trainerschein ist.

Zusätzlich können die Jugendlichen nach Erwerb eines Erste-Hilfe-Scheins bei ihrer Kommune die Jugendleiterkarte (Juleika) beantragen, mit der sie dann berechtigt sind, zum Beispiel Jugendgruppen im Rahmen von Ferienfreizeiten zu betreuen.

Die Sporthelfer können nach ihrer Ausbildung folgende Aufgaben an unserer Schule wahrnehmen:

-     Ideensammlung und Planung von Sportangeboten in Kooperation mit Lehrerinnen und Lehrern

-     Leitung verschiedener Sportangebote (z.B. Pausensportangebote)

-     Vertretung der Sportinteressen der Schülerschaft in den Mitwirkungsgremien der Schule

-     Unterstützung von Schulsportfesten und Wettkämpfen

-    Unterstützung des Sportfestes der Jahrgänge 5 und 6 durch Sporthelfer des Jahrgangs 8

-    Unterstützung des Sportfestes in Jahrgang 7 (Fußballturnier) durch Sporthelfer des Jahrgangs 9

-    Unterstützung des Sportfestes in Jg. 8 durch Sporthelfer aus Jg. 10 und aus der Oberstufe

-     Hilfe bei der Organisation von Bewegungs-Projekten

-     Begleitung von Wandertagen

-        Mitwirkung bei der Gestaltung des Schulprofils

Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung ist zudem die einmalige Teilnahme an einem Sporthelferforum, bei dem die Schülerinnen und Schüler die neusten Informationen zum Thema Sporthelfer erhalten und neue Trendsportarten kennenlernen und ausprobieren können.

3. Turniere der Jahrgangsstufen

3.1. Nonsens-Olympiade der Klassen 5 und 6

In den Jahrgängen 5 und 6 findet einmal im Jahr, kurz vor den Sommerferien, die große „Nonsens“-Olympiade draußen auf den Sportplätzen statt. Der Wettkampf, an dem alle Kinder eines Jahrgangs gleichzeitig teilnehmen, ist in einen leichtathletischen und einen sog. „Nonsens“-Bereich eingeteilt.

Bei allen Wettkämpfen steht der Teamgedanke im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler ringen immer für die gesamte Klasse und niemals für sich alleine um möglichst gute Ergebnisse. In den Disziplinen des „Nonsens“-Bereiches geht es zum Beispiel darum, „Hula-Hoop“-Reifen über ein Hütchen zu werfen oder einen Eimer mit Hilfe eines kleinen Bechers möglichst schnell und effektiv mit Wasser zu füllen. Der leichtathletische Teil besteht u. a. aus einer Pendelstaffel, Medizinballstoßen und einem Weltrekordlauf, bei dem es darum geht, innerhalb von 25 Minuten eine möglichst weite Strecke zurückzulegen, indem jeweils ein Schüler oder eine Schülerin 100 Meter rennt und dann den Staffelstab an einen Mitschüler oder eine Mitschülerin übergibt.

Am Ende ergibt sich aus den Teilergebnissen der einzelnen Schülerinnen und Schüler ein Klassenergebnis, welches zur Ermittlung der Siegerklasse genutzt wird. Der Wettkampf findet immer innerhalb eines Jahrganges statt und dauert einen ganzen Vormittag. Die Schülerinnen und Schüler werden während dieses Tages sowohl durch den jeweiligen Sportlehrer oder die Sportlehrerin, die Klassenleitung und durch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe begleitet und unterstützt.

Zum Abschluss des Sportfestes werden alle Klassen durch das Überreichen von Urkunden und Pokalen geehrt.

3.2. Fußballturnier der Klassen 7 und 8

Ebenfalls in der letzten Woche vor den Sommerferien findet das Fußballturnier für die Jahrgänge 7 und 8 statt. Abhängig vom Wetter wird das Turnier in den beiden Turnhallen oder draußen, parallel auf dem Rasen- und Ascheplatz, durchgeführt. Der zeitliche Rahmen für jeden Jahrgang beträgt dabei drei Schulstunden, so dass beide Turniere an einem Tag durchgeführt werden können.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbständig, wer von ihnen die Klasse bei dem Turnier aktiv vertritt und wer für das Anfeuern und die Motivation der Mannschaft verantwortlich sein soll. Somit nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 und 8 am Fußballturnier teil.

In der kleineren Halle wird mit fünf Feldspielern und einem Torwart, in der größeren mit sechs Feldspielern und einem Torwart gespielt. Für beide Hallen gilt die Regel, dass in jeder Mannschaft immer mindestens zwei Mädchen auf dem Feld stehen müssen.

Draußen wird auf beiden Plätzen jeweils mit acht Feldspielern und einem Torwart gespielt. In jeder Mannschaft müssen dann immer mindestens drei  Mädchen mitspielen. Sowohl in der Halle als auch draußen laufen immer zwei Spiele parallel und werden durch die Schiedsrichter (Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II) geleitet.

Jedes Ergebnis wird durch die Schiedsrichter unmittelbar nach dem Spielende der Turnierleitung gemeldet und in der Folge ausgehängt, damit die Schülerinnen und Schüler immer über das aktuelle Abschneiden aller Teams informiert sind

3.3. Basketballturnier der Klassen 9

In jedem Schuljahr führen wir vor den Herbstferien im Jahrgang 9 ein Basketballturnier in den beiden schuleigenen Sporthallen durch. Jede Klasse ist dabei mit einer Mädchen- und einer Jungenmannschaft vertreten. Die Teams bestehen wie im Basketball üblich aus 5 Personen. Durch regelmäßige Auswechslungen kommen jedoch alle Schülerinnen und Schüler zum Einsatz und werden von ihren Klassenkameraden während  des Spielgeschehens lautstark unterstützt. Der zeitliche Rahmen umfasst drei Schulstunden. Der Turnierplan und die Ergebnisse werden von der Turnierleitung und den Schiedsrichtern (Sportlehrkräfte) in beiden Sporthallen ausgehängt, sodass sich die Jugendlichen selbständig über die Begegnungen und die Spielstände informieren können.

 

3.4. Volleyballturnier der 10. Klassen

Das Volleyballturnier des Jahrgangs 10 findet in der Regel im Dezember statt. Drei Volleyballfelder werden dazu in den beiden Turnhallen aufgebaut. In den Mannschaften müssen immer mindestens zwei Mädchen auf dem Feld stehen.  Jede Klasse spielt während des Turniers gegen jede andere Klasse, wobei die Mannschaften innerhalb einer Klasse wechselnd besetzt werden können.

Die Schiedsrichtertätigkeit wird von den Sportlehrerinnenn und Sportlehrern übernommen. Der zeitliche Rahmen beträgt  drei Schulstunden. Das Turnier ist der sportliche Abschluss des Jahres.

 

3.5. Sportturnier der Oberstufe

Auch für die Oberstufe gibt es eigene Sportveranstaltungen. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen Q1 und Q2 bestreiten kurz vor den Osterferien einen Wettkampf, bei dem die Jugendlichen in den Sportarten Basketball, Volleyball und Badminton gegeneinander antreten. Gespielt wird jeweils in gemischten Teams (in allen 3 Sportarten wird jahrgangsübergreifend gegeneinander gespielt; anders als im Basketball spielen beim Badminton und beim Volleyball die Mädchen und Jungen gemeinsam; die Badmintonspiele werden jeweils im Doppel und in einem Mixed ausgetragen). Das Turnier findet im Rahmen eines Schultages in beiden Sporthallen statt und ist für die Abiturientinnen und Abiturienten der Abschluss ihres Schulsports. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF bestreiten kurz nach den Herbstferien dasselbe Turnier.

4. Außerunterrichtliche Angebote

4.1. AGs

Eine Übersicht über alle zurzeit wählbaren AG-Angebote für die Jahrgangsstufen 5/6 bzw. 7-10 ist jederzeit aktuell auf der Homepage der Schule einzusehen. Um weitere Bewegungsanlässe zu bieten, bilden die Sportangebote auch hier einen Schwerpunkt:

4.1.1.  Die Fitness- AG

In der Fitness-AG haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7-10 die Möglichkeit, gezieltes leichtes Krafttraining zur Verbesserung ihrer Muskulatur in einem Weseler Fitnessstudio durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler lernen in dieser AG das Aufwärmen und das Ausdauertraining an Geräten wie dem Laufband und dem Fahrradergometer kennen. Des Weiteren entwickeln sie bei verschiedenen Hantel- und Maschinenübungen mit geringen Gewichten ein Bewusstsein für die Bewegungsabläufe der eigenen Muskulatur und lernen sicherheits- und gesundheitsrelevante Regeln des Fitnesssports kennen.

Die AG stellt eine gute Möglichkeit dar, in die Welt des Fitnesssports gesund und sicher einzusteigen.

4.1.2.  Die Fußball-AGs

Fußball-AGs werden sowohl montags für die Jahrgänge 5/6 als auch mittwochs  für die Jahrgänge 7 bis 10 angeboten. Diese finden in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen auf dem Rasenplatz oder in der Sporthalle statt. Ermöglicht werden diese AGs durch eine Kooperation mit dem PSV Wesel-Lackhausen, der die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen durch einen Übungsleiter aktiv und maßgeblich unterstützt. Die AGs finden jeweils in einem zeitlichen Rahmen von zwei Schulstunden statt und werden zusätzlich durch eine weitere Lehrkraft begleitet. In unregelmäßigen Abständen wird den Schülerinnen und Schülern zudem der Wettkampf mit Kindern und Jugendlichen gleichen Alters anderer Schulen ermöglicht. Die AGs richten sich sowohl an Schülerinnen und Schüler mit als auch ohne Vor- oder Vereinserfahrungen und stehen somit jedem interessierten Kind offen.

4.1.3.  Die Reit-AG

Diese AG ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, erste Erfahrungen auf dem Rücken von Schulpferden zu machen oder bereits vorhandene Kenntnisse zu erweitern. Unter Anleitung einer professionellen Reitlehrerin lernen die Kinder sowohl das Reiten als auch das Übernehmen von Verantwortung für die Tiere, indem sie auch für deren Versorgung zuständig sind. Zusätzlich werden theoretische Grundlagen vermittelt. In Zusammenarbeit mit dem Reitverein St. Hubertus Wesel–Obrighoven wird also das Ziel angestrebt, den Kindern eine reiterliche Grundausbildung, Grundlagen der Pflege und Versorgung der Tiere und theoretische Grundlagen zu vermitteln und somit eine Pferd-Mensch Beziehung aufzubauen. Um dies zu ermöglichen und allen Kindern gerecht werden zu können, ist die Teilnehmerzahl auf 10 Kinder begrenzt. Die Teilnahme an dieser AG kostet pro AG-Tag 10 €.

4.1.4. Die Zirkus-AG

Diese AG soll Kinder ansprechen, die die Welt des Zirkus fasziniert und die sich vorstellen können, auch mal verschiedene Künste vor einem Publikum zu präsentieren.

Die Schülerinnen und Schüler können sich in vielen verschiedenen Bereichen der Zirkuswelt, wie zum Beispiel der Akrobatik, des Zauberns, der Jonglage, des Einradfahrens oder in Form eines  Auftritts als Clown, ausprobieren.

Nachdem sie alles einmal kennengelernt  haben, können sie sich auf wenige Bereiche konzentrieren und dort eine Nummer einstudieren, die sie dann vielleicht einmal in einer Zirkusvorstellung vorführen können.

Wichtig dafür ist, dass die Schülerinnen und Schüler dazu bereit sind, sich erst einmal auf alles einzulassen und verschiedene Dinge auszuprobieren.

4.2.   Schulmannschaften (Handball, Leichtathletik)

In den vergangenen Jahren hat unsere Schule mehrfach an leistungsorientierten Wettbewerben innerhalb der Stadt Wesel und auf Kreisebene teilgenommen. So sind wir wiederholt mit Lehrer- und mit Schülerstaffeln beim Drei-Wiesel-Lauf am Auesee gestartet. Bei der RWE-Schulstaffel haben wir versucht, den alten 800 m Weltrekord von Willi Wülbeck mit einer 8 mal 100m Mannschaft zu unterbieten.

Regelmäßig starten wir mit Handballmannschaften bei den Kreismeisterschaften.

Auch an den Meisterschaften im Bereich Schwimmen und am Kreissportfest Leichtathletik haben wir im vergangenen Schuljahr teilgenommen.
Die Kreismeisterschaften im Bereich Fußball werden heterogen ausgespielt und starten immer kurz nach den Sommerferien. Auch hier möchten wir fortan aktiv mitspielen und den einen oder anderen Sieg mit zum Lauerhaas bringen.

Ein Ziel der Wettkampfgruppen ist es, besonders talentierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, sich mit starken Schülerinnen und Schülern unserer und anderer Schulen zu messen. Darüber hinaus treffen begabte Sportler auf Mitschüler, die schon in Vereinen trainieren und werden so vielleicht motiviert, sich einem Sportverein anzuschließen.

Im Leistungssport können Jugendliche ihre Fähigkeiten erfahren, Erfolge erleben und lernen mit Misserfolgen umzugehen. Vor allem aber werden die Teamfähigkeit und die Bindung unsere Schule gefördert. Schließlich sind unsere Schülerinnen und Schüler stolz darauf, in die Schulmannschaft aufgenommen zu werden.

Das Training findet grundsätzlich ca. 8-10 Wochen vor dem anstehenden Wettkampf jeweils im offenen Angebot der entsprechenden Jahrgänge statt.

4.3. Kooperationen

4.3.1. Unterricht im Fitness-Center

Die Zusammenarbeit der Schule mit einem Fitnesscenter in Wesel als außerschulischem Lernort ist eine Bereicherung des Sportunterrichtes.

Ab Klasse 9 ist es sinnvoll und möglich mit einem Training über ca. 3-4 Wochen zu starten. So lernen die Schülerinnen und Schüler ein Fitnesscenter kennen und entsprechende Übungen werden vorgestellt. Die entstehenden Kosten für die Betreuung durch die Trainer und die Benutzung der Geräte müssen von den Schülerinnen und Schülern selbst getragen werden. Diese belaufen sich auf ca. 3-4 Euro pro Übungseinheit. Von zwei Trainern vor Ort und der Sportlehrkraft wird das Training angeleitet und die entsprechenden Geräte und Übungen vorgestellt. Neben den praktischen Einheiten werden auch theoretische Kurzeinheiten eingeschoben, um den Sinn von Fitnesstraining, Muskelaufbau und Essverhalten zu erläutern.

Die Wege zum Fitnesscenter können mit Schulbussen, die hierfür über die Schulorganisation eingesetzt werden, für die Schülerinnen und Schüler kostenlos zurückgelegt werden.

4.3.2. Schüler-Segelfluggemeinschaft

Die Schülerfluggemeinschaft ist eine „Segelflug-AG“ am Flugplatz Römerwardt (EDLX) in Wesel. Sie ist eine Schulveranstaltung im Rahmen des außerunterrichtlichen Schulsports, die gemeinsam mit dem Kooperationspartner Luftsportfreunde Wesel e.V. nach den Vorgaben des MSW in Abstimmung mit dem Deutschen Aeroclub NRW e.V. durchgeführt wird.

Schon am ersten Tag können die neuen Piloten - natürlich mit Fluglehrer - über Wesel ihre Kreise drehen. Die praktische Ausbildung umfasst alle Bereiche des Flugbetriebes auf dem Flugplatz und im Flugzeug. Dabei werden auch theoretische Kenntnisse in den Bereichen Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Technik, Menschliches Leistungsvermögen und Verhalten in besonderen Fällen vermittelt. Im Vordergrund steht dabei immer auch die Förderung der im Segelflugsport unerlässlichen Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Diese AG findet jedes Jahr während der Segelflugsaison zwischen den Oster- und Herbstferien mit ca. vier Teilnehmern statt.

Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein Mindestalter von 14 Jahren und die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme am Flugbetrieb an den Freitagnachmittagen nach der Schule bis ca. 18 Uhr. Die Teilnehmer sind während der AG-Monate zu einem ermäßigter Mitgliedsbeitrag von 15 € beim Aeroclub gemeldet.

5. Systematische Evaluation der Angebote

Die Inhalte dieses Konzeptes werden als Elemente des Schulprogramms unserer Schule regelmäßig evaluiert. Diese Aufgabe der Qualitätssicherung übernimmt der bisherige Arbeitskreis „Bewegte Schule“, der weiterhin einmal im Schuljahr tagen wird, um zu hinterfragen, ob die Angebote konzeptkonform durchgeführt werden und um eventuell notwendige Konzeptanpassungen oder Weiterentwicklungen auf den Weg zu bringen.

 

 

Wesel, im März 2017