Berufskolleg des Landschaftsverbandes Rheinland
- Dependance Bedburg-Hau -


 

zum Punkt Bewerbung

Informationen zur Ausbildung

BERUFSBILD

HeilerziehungspflegerInnen (in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein lautet die Berufsbezeichnung Heilerzieher/Heilerzieherin) sind die sozialpädagogischen und pflegerischen Fachkräfte in der Behindertenhilfe.

Ihre Aufgabe ist es Menschen mit geistiger, körperlicher und mehrfacher Behinderung aller Altersgruppen möglichst ganzheitlich zu betreuen, ihre außerschulische Bildung zu fördern, sie bei der Freizeitgestaltung zu unterstützen sowie die berufliche und soziale Eingliederung zu erleichtern.

Dazu gehört z.B.

  • Hilfe und Unterstützung für den Menschen mit Behinderung in allen Anforderungen des Alltags, die er nicht selbst erledigen kann, seine Selbständigkeit fördern
  • Individuelle Lebensbegleitung planen und durchführen
  • Therapeutische Massnahmen anzuregen, zu unterstützen und weiterzuführen
  • Zusammenarbeit mit den Angehörigen und gesetzlichen Betreuern der Menschen mit Behinderung, Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung, Bestellung und Ausgabe von Medikamenten nach Verordnung
  • Wahrnehmen der gesetzlichen Aufsichtspflicht
  • Hilfe bei der beruflichen Eingliederung, individuelle Betreuung von selbständig lebenden Menschen mit Behinderung, Nachbetreuen

ARBEITSPLATZ

Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerinnen/ Heilerziehungspfleger können in unterschiedlichsten Einrichtungen der Behindertenhilfe arbeiten. Unsere Absolventen sind überwiegend in folgenden Arbeitsfeldern tätig:

  • Heime für Menschen mit Behinderung
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderung

weitere Arbeitsfelder (je nach Bundesland) sind:

  • integrative Kindergärten
  • Sonderschulen
  • Frühförderstellen
  • Tagesstätten, Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen
  • Psychiatrische Einrichtungen
  • Fachkrankenhäuser
  • Sozialstationen, Ambulante Betreuung, Mobile Hilfsdienste
  • Reha-Zentren für Körperbehinderte, Unfallgeschädigte, Lernbehinderte und psychisch Kranke
  • Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderungen
  • Regelkindergärten (Baden-Württemberg)

INFORMATIONEN ZUR AUSBILDUNG BEI UNS

In Nordrhein-Westfalen vermittelt der Bildungsgang an der Fachschule für Heilerziehungspflege

  • eine berufliche Weiterbildung (Abschluss: staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin, staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger)
  • und ermöglicht den Erwerb der Fachhochschulreife.

 

 

AUFNAHMEVORAUSSETZUNGEN

  1. Der Sekundarabschluss I - Fachoberschulreife - (Hauptschulabschluss Typ B oder Realschulabschluss)
  2. Eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer (nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung, dem Landes- oder Bundesrecht)
  3. Die Vorlage eines Führungszeugnisses
  4. Vollendung des 17. Lebensjahres (Ausnahmen möglich)

Die abgeschlossene Berufsausbildung kann ersetzt werden durch:

  • den Abschluss eines einschlägigen vollzeitschulischen Bildungsganges (FOS Sozialwesen, zweijährige Berufsfachschule Sozialwesen)
  • Einschlägige Berufstätigkeit von mindestens 5 Jahren (Einzelfallprüfung)
  • Hochschulzugangsberechtigung in Verbindung mit beruflichen Tätigkeiten im sozialen Feld, z. B. Zivildienst, Soziales Jahr, Praktikum (Einzelfallentscheidung)

Vor jeder Aufnahme wird ein ausführliches Gespräch geführt.

Für Praktikumsstellen wenden Sie sich bitte an unsere Ausbildungspartner.

 

 

AUFBAU DER AUSBILDUNG

Phase

Dauer

Unterstufe der schulischen Ausbildung, darin 2 Praktika á 5 Wochen

1 Jahr

Oberstufe der schulischen Ausbildung, darin ein 6wöchiges Praktikum

1 Jahr

staatliche Abschlussprüfung (schriftlich und ggf. mündlich)

 

Berufspraktikum in einer Einrichtung der Behindertenhilfe (in der Regel beim LVR)

1 Jahr

Kolloquium (Fachgespräch) in der Schule
-> staatliche Anerkennung als
    Heilerziehungspfleger/in

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UNTERRICHTSFÄCHER

Fachrichtungsübergreifender Bereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Fremdsprache (Niederländisch)
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Religionslehre

Fachrichtungsbezogener Bereich

  • Didaktik und Praxis der Heilerziehungspflege
  • Heilerziehungspflegerische Theorie
  • Pflege und Gesundheit (Inhalte aus den Fachgebieten Biologie, Pflege, Psychiatrie)
  • Organisation/Recht/Verwaltung/EDV
  • Heilerziehungspflegerische Methoden
    (mindestens 4 Methoden werden angeboten)
    • Musik/Rhythmik
    • Werken/Gestlaten
    • Spiel
    • Psychomotorik
    • Sprachförderung
    • Gesprächsführung
    • Basale Stimulation/Kommunikation
    • Hauswirtschaft
  • Projektarbeit
  • Praxis in Einrichtungen der Behindertenhilfe

 

 

UNTERRICHT

UNTERRICHTSZEITEN

Montag-Donnerstag

08.15 - 16.00 Uhr

Freitag

08.15 - 12.30 Uhr

 

 

 

UNTERRICHTSGESTALTUNG

Der Unterricht wird ganzheitlich gestaltet. Neben dem Erwerb der Fachkompetenz, legen wir großen Wert auf den Aufbau von Teamfähigkeit und die kreative Anwendung des Unterrichtsstoffes. Entsprechende Arbeitsformen ermöglichen daher nicht nur kognitives, sondern auch soziales und emotionales Lernen.

Seit dem Schuljahr 2004/2005 ist unser Lehrplan nach Lernfeldern organisiert. Am Ende eines Lernfeldes steht eine Lernsituation. Hier   werden fach- und praxisbezogene Aufgabenstellungen fächerübergreifend bearbeitet. Die Vorbereitung erfolgt im Unterricht. Die Bearbeitung der Lernsituation wird als begleitete Selbstlernphase organisiert.

Projektarbeit ist zum festen Bestandteil unseres Lernangebotes geworden. Projektwochen, Spielnachmittage für Menschen mit Behinderung und die Teilnahme am Tag der Begegnung in Xanten sind immer wieder Höhepunkte des gemeinsamen Schuljahres.

 

 

KOSTEN

Arbeitsmaterial und Lernmittel

Eigenbeteiligung von bis zu 50% der Kosten; Leistungs- empfänger, z. B. von BAföG, müssen die vollen Kosten tragen

Fahrtkosten

Erstattung nach den gesetzlichen Vorgaben des Landes NRW - Schulfinanzkostengesetz und Schülerfahrtkostenverordnung

 

 

 

 

 

 

FÖRDERUNG (nach BaföG und AFG)

BaföG, Meister-BaföG: Auskunft erteilt das BaföG-Amt der Kreisverwaltung Kleve, Nassauer Allee 15-23, 47533 Kleve, Telefon 0 28 21 - 8 50, Fax 0 28 21 - 8 55 00 (informative Übersicht beim Kreis Kleve)

AFG: Auskunft über die AFG-Förderungsberatung der örtlichen Arbeitsämter (Emmerich, Geldern, Goch, Kleve),
Die Telefonnummern entnehmen Sie bitte den örtlichen
Telefonbüchern.

 

 

ANMELDUNG UND BEWERBUNG

Beachten Sie bitte die Hinweise zu den Aufnahmevoraussetzungen.

Die Bewerbungen für ein Praktikum richten Sie bitte direkt an unsere Ausbildungspartner.

Die Bewerbungen für die Schule können das ganze Jahr über eingereicht werden. Die Bewerbungsgespräche finden nach Eingang der Bewerbung statt.

Dem  Bewerbungsanschreiben sind beizufügen:

  • ein tabellarischer Lebenslauf
  • ein Passbild
  • beglaubigte Fotokopien von Schul- und Arbeitszeugnissen
  • polizeiliches Führungszeugnis (nicht älter als 6 Monate, ausgehend vom Schulbeginn)

Anschrift und Telefonnummern finden Sie auf der Seite Kontakt. Senden Sie Ihre Bewerbung bitte mit der Post oder geben Sie sie persönlich bei uns ab.

 

Home Aktuelles Suchen Schulleben Ausbildung Kontakt

© 2001-2004 Berufskolleg des LVR - Bedburg-Hau. Stand: Donnerstag, 20. Oktober 2005